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d.vinci Trend-Reihe: Collaboration

Der Begriff Collaboration ist niemanden neu. Dennoch verstärkt sich die Konnektivität zwischen Ländern, Unternehmen und Individuen weltweit unaufhaltsam und auch die Collaboration unter Kollegen wird in diesem Zuge vielerorts neu- und weitergedacht.

d.vinci Trend-Reihe: Collaboration

Digitale Kommunikationstechnologien fördern den Grad an Vernetzung (Collaboration) und werden nicht nur im privaten Bereich im Rahmen von Social Media zur täglichen Verbindung genutzt, sondern auch für die Arbeit im Unternehmen immer wichtiger. Das E-Mail Programm gehört, gefühlt schon seit Ewigkeiten in die Grundausstattung eines jeden Arbeitsplatzes oder Smartphones. Zunehmend finden jedoch auch webbasierte und mobile Softwarelösungen zum Projektmanagement, zur Terminfindung oder als Wiki-Software in Form von z. B. Trello, Slack, Doodle oder Confluence Einzug in die tägliche Arbeit.

Schneller, dynamischer, komplexer – Arbeit gestaltet sich immer vielschichtiger und der Ruf nach multidisziplinären Teams, die selbständig und flexibel zusammenarbeiten, wird immer lauter. Als Wegbegleiter auf dem Pfad zur „Arbeit 4.0“ und als Unterstützer im Bereich des agilen Arbeiten entfalten sogenannte „Collaboration Tools“ ihr großes Potenzial als Treiber und Vernetzer.
In einer Welt, in der unser Arbeitsalltag immer flexibler wird, in der wir projekt- und standortübergreifend zusammenarbeiten und jederzeit auf dem gleichen Stand sein müssen, sind sie Chance und Herausforderung zugleich. So liegt die Herausforderung von Unternehmen mitunter darin, auch abseits der reinen Digitalisierung von Zusammenarbeit, einen Raum zu schaffen, der es allen Beteiligten ermöglicht voll mitzuwirken. Die individuelle Potenziale und Eigenschaften eines jeden Mitarbeiters gilt es dabei zu entfalten und personenübergreifende Kompetenzen effizient zu bündeln. Denn, das Wachstum und die Welt von morgen werden nicht mehr aus der Kraft des Einzelnen vorangetrieben, sondern durch die Bündelung vieler unterschiedlicher Kompetenzen erschaffen.
Dieser Trend zeichnet sich bereits verstärkt durch den steigenden Grad der Flexibilisierung und das neue Kollaborationsverständnis von Unternehmen aus. Diese Aspekte haben bereits jetzt einen starken Einfluss auf die Organisationsstrukturen und Arbeitsprozesse. Es ist nicht mehr verwunderlich, dass interdisziplinäre Teams projektbezogen in flachen Hierarchien zusammengestellt und mit Mitgliedern unterschiedlicher Unternehmen oder Freelancern gespickt werden. Die Mischung unterschiedlicher Informationsschätze, Kompetenzwerte und auch externer Personen fördert nicht nur die Kreativität und schärft den Blick und die Bereitschaft für Innovationen. Sie sorgt darüber hinaus für einen übergreifenden Austausch von Know-how und Ideen.

Die IDG-Studie „Arbeitsplatz der Zukunft“ bestätigt zudem weitere Trends im Bereich der Kollaboration und Flexibilisierung. So zählen neue Arbeitszeitmodelle und remotefähige Arbeit bei 47,7 Prozent von über 1.000 Befragten zu den entscheidenen Themen. Da jedoch z. B. auch Mitarbeiter im Außendienst oder Pendler befähigt werden sollen während ihrer Arbeitszeit an Projekten weiter- und mitzuarbeiten, sprechen sich auch fast die Hälfte der Befragten (43,5 Prozent) für das Thema neuer Formen von Zusammenarbeit aus.

Doch wie jeder neuer Trend müssen auch neue Kollaborationspraktiken von jedem einzelnen Mitarbeiter im Netzwerk angenommen und umsichtig mitgetragen werden, damit sie sich erfolgreich etablieren. Gerade bei den exotischsten Konstellationen aus abteilungs- oder standortübergreifenden Teams, welche ggf. in unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen und Weltregionen agieren, bedarf es einer guten Koordination und regen Austausches. Jeder Mitarbeiter muss zu jeder Zeit Zugriff auf Daten, Kommunikations- und Hilfsmittel haben und ein durchgängiger, kontrollierter und kontinuierlicher Informationsfluss gewährleistet sein. Ansonsten ist die Chance groß, dass positive Effekte ausbleiben und Teammitglieder die Bindung an ihre Aufgabe und das Unternehmen an sich verlieren. Collaboration ist also ein nicht zu unterschätzender HR-Trend.

 

Quellen:

 

https://www.ipk.fraunhofer.de/content/dam/ipk/IPK_Hauptseite/dokumente/marktstudien/vpe-studie-zukunft-der-unternehmensuebergreifenden-kollaboration.pdf

https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/digitalisierung/digitale-kollaboration/

https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/mtglossar/konnektivitaet-glossar/

https://www.personalwirtschaft.de/hr-organisation/artikel/hr-werkstatt-smart-collaboration.html

https://www.integrata-cegos.de/aktuelles/gut-zu-wissen/youll-never-work-alone-kollaboration-in-der-arbeitswelt

 

Foto: (c) d.vinci

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