Generation Z

Klar ist, dass die Generation Z die Nachfolgegeneration der Generation Y ist und vom Grundsatz her sehr unterschiedliche Charakteristika aufweist.

Generation Z

Klar ist, dass die Generation Z die Nachfolgegeneration der Generation Y ist und vom Grundsatz her sehr unterschiedliche Charakteristika aufweist. Selbstverständlich treffen diese Kriterien nicht auf alle Personen zu, die in diesem Zeitraum geboren sind.

Was macht die Generation Z aus?

Ganz grundsätzlich kann man sagen, dass die Generation Z mit völlig anderen wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Bedingungen konfrontiert wird, als die Generationen vorher. Das liegt zu einem Großteil an der fortgeschrittenen Digitalisierung und den sozialen Medien. Die Generation Z ist damit schon aufgewachsen bzw. kennt diese Dinge seit Geburt an. Somit haben sie einen intuitiven Vorteil gegenüber älteren Generationen. Man kann die Generation Z auch als Digital Natives 2.0. benennen.

Das Smartphone ist Alltagsgegenstand und eine Welt ohne neue Technologien ist nicht vorstellbar.

Gerade bei Werbung gibt es aber starke Unterschiede zu den Vorgänger-Generationen: Werbung wird rigoros übersprungen oder nicht wahrgenommen. Sie wird nur dann angeschaut, wenn der Zuschauer selbst in die Kampagne miteinbezogen wird.

Wie verhält es sich mit der Generation Z im Recruiting und im Berufsleben?

Grundsätzlich kann man sagen, dass Sicherheit und Struktur als Kriterien ganz weit oben stehen. Hinzu kommt der Fachkräftemangel der letzten Jahre, der dazu führt, dass sich Bewerber:innen nicht mehr als Bittsteller fühlen müssen, sondern im Gegenzug Unternehmen dankbar sein können, wenn sie Bewerbungen erhalten. Es findet eine Art Rollenwechsel statt: Das Unternehmen soll auf die interessanten Personen zugehen und sich um diese bemühen und nicht mehr umgekehrt.

Wichtige Begriffe aus der Arbeitswelt sind Work-Life-Balance und Homeoffice. Wobei man gerade bei der Work-Life-Balance beachten muss, dass die Generation lieber eine „Work-Life-Trennung“ hätte. Sie wünschen sich Struktur, klare Arbeitszeiten und nach Feierabend bleibt der Rechner aus. Das Berufsleben steht eher an zweiter Stelle, zunächst kommen Familie & Freunde und die eigenen Hobbies. Hat die Generation zuvor auch gerne nach Feierabend Fortbildungen gemacht, verbringt die Generation Z den Feierabend lieber auf Instagram. Der Wunsch nach Selbstverwirklichung steht an erster Stelle, der Job der Geschäftsführung eher weniger. Bei Work-Life-Blending fürchten Sie Ausbeutung und zu wenig Zeit für sich selbst.

Grundsätzlich kann man feststellen, dass die Generation Z Arbeitgeber:innen kritischer gegenübersteht: Sie überprüfen häufiger, ob ein:e Arbeitgeber:in nach innen genauso ist, wie er sich nach außen darstellt. Außerdem bevorzugen sie eher kurze Aufgaben als langwierige Projekte. Viele haben erkannt, dass ihre Karrierechancen nicht so groß sind, wie derer der Generationen zuvor – das führt dazu, dass Überstunden gescheut werden und eine gewisse Angst vor stressbedingten Krankheiten besteht.

Das Arbeitsleben rückt aber wieder stärker in den Fokus der Generation Z, wenn sie einen tieferen Sinn in der Arbeit erkennt, d.h. Themen wie Nachhaltigkeit und social Responsibility spielen eine große Rolle bei der Jobsuche. Am wichtigsten ist allerdings die Zufriedenheit; diese steht auch über dem Gehalt oder anderen Kriterien. Die Generation Z schätzt aber Unternehmensbenefits wie beispielsweise Gesundheitsförderung.

Für die Generation Z ist das Smartphone der verlängerte Arm, d.h. sie möchten auch darüber angesprochen werden. Ob per E-Mail oder über Social Media ist dabei egal; wichtig ist nur, die schnelle Reaktion. Die Suche nach dem neuen Job und auch die Bewerbung selbst muss mobil funktionieren. Die Erwartung der Generation Z an digitale Bewerbungsprozesse ist deutlich ausgeprägter als bei Generationen zuvor. Man kann fast sagen, dass die Generation Z kaum noch zwischen realem und virtuellen Leben unterscheidet, weil theoretisch alles digital abbildbar ist.

An Informationen über neue Jobs kommt die Generation immer und überall, d.h. sie kann sich sehr gut überlegen, welche Arbeitgeber:innen in Frage kommen und welche nicht. Daher fallen Arbeitgeber:innen, über die Bekannte Negatives berichten, direkt aus dem Raster.

Was müssen Arbeitgebende bei der Generation Z beachten?

Die Generation muss anders angesprochen werden als vorherige Generationen. Das beginnt alleine schon mit der Tatsache, dass der Fachkräftemangel immer größer wird und sich Unternehmen um neue Teammitglieder bemühen müssen. Umgekehrt heißt das, sie müssen für die Generation Z attraktiv sein, damit sie sich für das Unternehmen entscheidet.

Die Generation Z schätzt Sicherheit und feste Strukturen. Zudem können Sie mit einfachen Bewerbungsmöglichkeiten punkten, auch der ungewöhnliche Weg wie beispielsweise über Whatsapp könnte eine Lösung sein. Beachten Sie im Arbeitstalltag, dass schnelle Reaktion und Feedback gefragt sind.

Die Maßnahmen zur Ansprache der Generation Z sind unbegrenzt: Von der Bewerbungsmöglichkeit via Whatsapp, über Influencer Marketing oder Video-Interviews.

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