Mobile Recruiting – Das Für und Wider der mobilen Bewerbung

Mobile Jobsuche ja, online bewerben nein – dies scheint der Trend zu sein, der sich zum Thema Mobile Recruiting abzeichnet. Die Welt digitalisiert sich und macht damit vor den Türen der Personalabteilungen nicht Halt. HR springt auf diesen Zug auf (oder sollte das zumindest tun). Wie kommt es also, dass die Anzahl mobiler Bewerbungen noch immer denkbar gering und scheinbar irgendwie auch nicht so richtig gewünscht ist?

©Ditty_about_summer / www.shutterstock.com

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Das mobile Internet ist längst fester Bestandteil unseres Alltags. Einkaufen ist heute komplett online möglich – warum sollte sich so also nicht auch ein neuer Job finden lassen? Die digitale Suche danach ist ja längst Standard. Und das nicht nur am Desktop, sondern auch mit Tablet oder Smartphone: alle nennenswerten Jobsuchmaschinen und Jobbörsen im deutschsprachigen Raum weisen schon heute mobile Zugriffsraten von etwa 50% auf. Mobile Recruiting ist also durchaus auf dem Vormarsch. Eine Studie von Jobware belegte kürzlich, dass sogar bereits 77 Prozent der Bewerber ihr Smartphone für die Jobsuche nutzen – nur 5 Prozent haben sich allerdings tatsächlich schon einmal mobil beworben. Woran liegt das?

Für viele Menschen ist es wohl noch immer undenkbar und irgendwie „unseriös“ eine Bewerbung mobil zu versenden. Einen Job sucht und markiert bzw. merkt man sich vielleicht unterwegs in der Bahn, nimmt sich dann aber die Zeit und setzt sich an den Schreibtisch, um in aller Ruhe ein individuelles Anschreiben zu formulieren. Andererseits: Sich überhaupt digital zu bewerben und auf eine schöne Mappe, die per Post ans Unternehmen gesendet wird, zu verzichten, schien auch vor einigen Jahren noch undenkbar und ist heute branchenübergreifend State of the Art. Ist dann die mobile Bewerbung nicht der nächste logische Schritt in Sachen Mobile Recruiting?

Die Personalabteilungen haben bis zu einem gewissen Grad ja längst auf die fortschreitende Digitalisierung reagiert: Stellenausschreibungen sind nicht mehr nur online verfügbar, sondern zunehmend auch im Responsive Design programmiert, also auf allen mobilen Endgeräten problemlos lesbar. Aber mobile Stellenanzeigen sind eben nur der erste Schritt. Was auf dem Smartphone beginnt, muss in der weiteren Be- und Verarbeitung konsequent fortgesetzt werden. Viele Unternehmen erfüllen jedoch genau diese Anforderungen an den Mindeststandard einer durchgehend mobiloptimierten Karriereseite nicht. Hier klaffen die Bewerber- und Arbeitgeberperspektiven weit auseinander. Bewerben ist ein individueller Prozess, stark zielgruppenabhängig und flexibel zu gestalten. Mobile Kommunikation muss deshalb gerade in diesem Bereich schnell und einfach sein, eben Lean Recruiting. Da darf es keine Umwege in Form von Medienbrüchen geben, die den Bewerber aufhalten – dann springt er sofort ab, da ist die mobile Welt unbarmherzig.

In diesem Thema steckt jede Menge Diskussionspotenzial. Für uns ein Grund mehr, einmal genauer nachzulesen, wenn HR-Experten von renommierten Unternehmen wie StepStone, SAP, Wollmilchsau, meinestadt oder d.vinci an einen Tisch kommen und sich die Köpfe heiß reden. Im Rahmen des Formats „Round Table“ hat die Personalwirtschaft kürzlich zum Gedankenaustausch eingeladen. Das Ergebnis liegt jetzt vor und bietet eine spannende Lektüre zu den mobilen HR-Trends der Zukunft.

 

Teaserbild: (c) d.vinci

Christina Fuhrmann

Verfasser des Artikels: Christina Fuhrmann

Christina Fuhrmann arbeitet seit 2011 bei d.vinci und berät Kunden zum Thema Personalmarketing. Christina Fuhrmann beantwortet Rückfragen gerne unter: +49 41 08 - 43 400

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