Active Sourcing: ein sinnvolles Mittel zur Personalgewinnung oder ein Nischenwerkzeug?

Sie wollen für eine schwierig zu besetzende Position genau den passenden Kandidaten finden? Oder Sie suchen schon lange nach dem richtigen Mitarbeiter, aber es findet sich niemand? Warum nicht selber aktiv auf die Suche gehen? Das Internet bietet heute eine Vielzahl von Möglichkeiten, direkt mit potenziellen Kandidaten in Kontakt zu kommen und diese zielgerichtet anzusprechen. XING oder LinkedIn sind hier nur zwei Beispiele.

Im Rahmen einer Masterarbeit hat Constance Zehle (AKAD University) im Sommer 2015 eine empirische Erhebung zu den Vor- und Nachteilen von Active Sourcing erstellt. Darin zeigt sie auf, wann es sinnvoll ist, Active Sourcing als Recruitingtool einzusetzen.

Die Studie zieht dabei folgendes Fazit: Obwohl Active Sourcing zunehmend als Möglichkeit der Personalgewinnung in Betracht gezogen wird, mangelt es an Zeit und technischen Möglichkeiten, diesen Kanal optimal auszuschöpfen. Zum Beispiel kann nur jeder dritte der befragten Personaler auf den kostenpflichtigen XING-Talentmanager zugreifen. Außerdem wurde der vergleichsweise hohe Zeitaufwand von über 80% der Befragten als Kritikpunkt angeführt.

Constance Zehle empfiehlt daher, vorab zu hinterfragen, ob eine aktive Suche im Internet für die jeweilige Vakanz überhaupt sinnvoll ist. Lassen sich diese Kandidaten tatsächlich besser in den webbasierten Kanälen finden und ist damit zu rechnen, dass über klassische Personalbeschaffungsmaßnahmen sonst zu wenig Bewerbungen eingehen? Dann könnte Active Sourcing das Mittel der Wahl sein.

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Die gesamte Studie hält noch einige weitere wertvolle Informationen bereit!

 

Teaserbild: (c) kurhan / fotolia.com

Christina Fuhrmann

Verfasser des Artikels: Christina Fuhrmann

Christina Fuhrmann arbeitet seit 2011 bei d.vinci und berät Kunden zum Thema Personalmarketing. Christina Fuhrmann beantwortet Rückfragen gerne unter: +49 41 08 - 43 400

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