Online-Stellenanzeigen optimal gestalten

Mit optimaler Gestaltung passende Bewerber gewinnen!

Tausende Online-Stellenanzeigen werden täglich in Deutschland geschaltet – und mit der zunehmenden Menge steigt auch der Wettbewerb zwischen den Unternehmen um Auffi ndbarkeit und Attraktivität der Stellenanzeigen. Neben der guten Platzierung in der Jobbörse zählt hier vor allem eine übersichtliche und attraktive Gestaltung der Anzeige, um den gewünschten Kandidaten schnellstmöglich alle relevanten Informationen zu der Position zukommen zu lassen und sich von der Konkurrenz abzuheben.

Aktuelle Studie zum Leseverhalten

Eine aktuelle Studie von StepStone Österreich GmbH und MindTake Research GmbH geht der Frage auf den Grund, welche Gestaltungselemente eine gute Stellenanzeige ausmachen. Dabei wurden 429 Teilnehmer bei der Betrachtung von Stellenanzeigen im Online-Umfeld mittels sogenanntem Eye-Tracking ausführlich beobachtet und befragt. Wir fassen die wichtigsten Erkenntnisse zusammen:

Der Teilnehmerkreis bestand aus unterschiedlichen Zielgruppen, darunter schwerpunktmäßig Angestellte (48,5%), Studenten (24,2%) und leitende Angestellte (12,8%).

Es wurden Berufseinsteiger und Berufserfahrene aus den Bereichen IT & Telekommunikation, Marketing & Werbung sowie Ingenieurwesen befragt.

Insgesamt wurden 16 Stellenanzeigen hinsichtlich dieser 10 Dimensionen betrachtet:

  • Wahrnehmung von Aufzählungszeichen und Fließtext
  • große und kleine Bilder sowie deren Platzierung im oberen und unteren Bereich
  • Wirkung von Bildern mit einer oder mehreren Personen auf verschiedene Zielgruppen
  • Platzierung des Unternehmenslogos
  • Stellenanzeigen mit Benefits/Unternehmensangebot vs. Anzeigen ohne diese Angaben
  • Wirkung von Arbeitgeberauszeichnungen auf den Leser
  • einspaltige Anzeigen vs. zweispaltige Anzeigen
  • Platzierung der Positionsbezeichnung
  • Verwendung von Anglizismen
  • Gehaltsangabe in Stellenanzeigen

Die Studie steht unter folgendem Link zum Download bereit:
http://www.stepstone.at/


Bilder in Stellenanzeigen

ein großes Bild ist aufmerksamkeitsstärker als mehrere kleine Bilder

die Platzierung des Bildes im oberen Bereich der Anzeige wird eher wahrgenommen


Anzeigentext

die Beschreibung von Aufgaben und Anforderungen in einer Liste (bullet points) erhalten bessere Aufmerksamkeit als dieselben Inhalte in Fließtext

Platzierung des Unternehmenslogos

das Unternehmenslogo erhält seine höchste Aufmerksamkeit, wenn es im linken oberen Bereich der Stellenanzeige platziert wird

Wirkung von Bildern mit Personen

(große) Bilder mit mehreren Personen erhalten mehr Aufmerksamkeit


Platzierung der Positionsbezeichnung (Jobtitel)

Die Positionsbezeichnung erhält die höchste Aufmerksamkeit bei Platzierung in der Mitte der Stellenanzeige

Einspaltige vs. zweispaltige Anzeigen

Hier zeigt sich ein interessanter Unterschied nach Zielgruppen:

  • IT-Mitarbeiter fühlen sich von einer einspaltigen Stellenanzeige (Aufgaben und Anforderungen untereinander) eher angesprochen

  • Auch Ingenieure bevorzugen eine Platzierung der Informationen untereinander (einspaltig)

  • Werbespezialisten und Marketing-Mitarbeiter hingegen präferieren einen zweispaltigen Aufbau


Unser Tipp:

Spätestens bei der Betrachtung der Anzeige auf dem Smartphone oder Tablet kommt die zweispaltige Darstellung an ihre Grenzen. Ein modernes, responsives Layout (passt sich jeweils an das Endgerät an) berücksichtigt dies und platziert bei Tablet- oder Smartphone-Benutzern die Spalten automatisch unter- einander.

Da zunehmend mehr Kandidaten ein mobiles Gerät bei der Suche nach Stellenanzeigen nutzen, ist der Einsatz eines responsiven Layouts absolut „state-of-the-art“ und dringend zu empfehlen.

Es ist daher auch denkbar, im Online-Umfeld grundsätzlich das einspaltige Layout zu nutzen, da dies für die Mehrheit der Betrachter attraktiver oder zumindest besser darstellbar ist.

Bei Print-Anzeigen kann die Textstruktur/Spaltigkeit hingegen nach wie vor zielgruppenspezifisch einge- setzt werden.


Elemente mit der stärksten Aufmerksamkeit

Im Durchschnitt ergab sich folgende Reihenfolge bei der Verweildauer des Betrachters auf einzelnen Elementen:

  • Jobtitel
  • Aufgaben
  • Anforderungsprofil
  • Benefits (bei Berufserfahrenen stehen die Benefits sogar an 3. Stelle, vor dem Anforderungsprofil!)
  • Gehaltsangabe
  • Logo
  • Bilder
  • Arbeitgebersiegel

Unser Tipp:

Die Angabe von Benefits/Sozialleistungen ist der wichtigste Aspekt direkt nach der unmittelbaren Stel- lenbeschreibung. Nutzen Sie die Möglichkeit und den Platz im Online-Umfeld, um sich als Arbeitgeber attraktiv darzustellen und Kandidaten von Ihrem Unternehmen zu überzeugen!


Fazit

Auch wenn diese Studie auf dem österreichischen Markt erstellt wurde, so decken sich die Erkenntnisse mit vergleichbaren Eye-Tracking-Studien deutscher Jobbörsen in den vergangenen Jahren. Lediglich die Gehaltsangabe in Stellenanzeigen ist ein besonderes Merkmal österreichischer Stellenan- zeigen, die in Deutschland so nicht zum Einsatz kommt.

In Summe ergeben sich aus dieser Studie einige Erkenntnisse, die sich im Normalfall schnell und pragma- tisch in der Praxis einsetzen lassen, ohne dass Corporate Design und Schaltungsprozess darunter leiden.

Zurück zur Know-How Seite